19 Dezember 2008

Interview mit Götz Werner in "brand eins"



Im Frühling 2005 interviewte Gabriele Fischer in "brand eins" den Unternehmer Götz Werner und löste damit einen Sog aus, der dazu führte, dass sich Werner seitdem quasi hauptberuflich für die Idee des Grundeinkommens engagiert. In der aktuellen - übrigens 100. Ausgabe - von "brand eins" führt die Chefredaktorin ein zweites Interview über die Erfahrungen und aktuellen Einschätzungen von Götz Werner.

Auszug aus dem Gespräch:
"Der Wind muss aus der Gesellschaft kommen"

Fischer: Immerhin ist das Thema mittlerweile in fast jeder Partei angekommen. Freut sie das?

Werner: Es ist nützlich, wenn darüber nachgedacht wird. Es wäre schädlich, wenn die Idee zu schnell parteitaktisch genützt würde. Deshalb mache ich um Politiker einen grossen Bogen, sobald ich merke, dass sie ein Betätigungsfeld suchen. Ich würde im Moment auch keinem Politiker raten, sich für das Grundeinkommen einzusetzen, um in den Bundestag zu kommen oder Ministerpräsident zu werden.

Fischer: Warum nicht?

Werner:
Das ist wie beim Segeln. Man braucht den Wind, und der muss aus der Gesellschaft kommen. Erst wenn er da ist, fahren die Politiker ihren nassen Zeigefinger aus und sagen: Oho, jetzt müssen wir aber die Segel anders setzen, jetzt wird es Zeit, sonst werden wir bei der nächsten Wahl abgestraft.


Das ganze Interview lesen sie in der aktuellen Printausgabe von "brand hundert", ab heute am Kiosk. Sie können das Heft auch online bestellen oder zu einer Latte Macchiato im unternehmen mitte lesen.

Interview mit Werner von 2005 als PDF lesen

06 Dezember 2008

Götz Werner bei Anne Will im Ersten



Am Sonntag 7. 12. um 21.45 diskutiert Götz Werner mit weiteren Gästen bei Anne Will (ARD) zum Thema: "Mehr Geld für alle - schöne Bescherung gegen die Krisenangst".


Link zur Sendung

Aktuelle Pressemitteilung von Götz Werner zum Thema:
Eine Mehrwersteuersenkung wäre ein Geschenk an die Reichen

03 Dezember 2008

Finanzkrise und Grundeinkommen



Hans Christoph Binswanger, der bekannte Schweizer Wirtschaftswissenschaftler, spricht in einem Interview in der TAZ über die Finanzkrise und einer neuen Rolle der Zentralbanken. Er kommt dabei auch aufs Grundeinkommen zu sprechen:


"Bisher wird der allergrößte Teil des Geldes von den privaten Banken geschaffen, indem sie Buchkredite vergeben. In der heutigen Finanzkrise bleibt der Zentralbank dann nichts anderes übrig, als die faulen Kredite der Banken zu übernehmen, um einen Zusammenbruch des Systems zu verhindern. Deswegen sollte die Zentralbank künftig die Verantwortung für die gesamte Geldschöpfung bekommen. Damit würde die Zentralbank auch die Kontrolle über das Wachstum übernehmen. Anders ausgedrückt: Es soll nur noch die Zentralbank profitieren, wenn die Geldmenge steigt, weil die Wirtschaft wächst.

Was wäre damit gewonnen?

Das zusätzliche Geld könnte die Zentralbank an den Staat weiterreichen, um die Steuern zu senken oder die Schulden zu reduzieren. Man könnte das Geld aber auch direkt den Bürgern in Form eines Grundeinkommens zur Verfügung stellen. Gleichzeitig wäre das Finanzsystem stabilisiert, weil die Zentralbank eine viel direktere Kontrolle über die Geldmenge hätte.

Bisher haben Sie mit dieser Idee aber noch nicht viele Anhänger gewonnen.

Aber immerhin werden heute schon Ansätze diskutiert wie etwa Konsumgutscheine, die von der Regierung verteilt werden sollen, um das Wachstum zu stimulieren. Das geht bereits in die Richtung eines Grundeinkommens."

Ganzes Interview lesen

29 November 2008

grundeinkommen in frankfurt



Mittwoch, 3. Dezember 2008 um 19:30 Uhr
Kino Pupille, Campus der Uni Frankfurt in Bockenheim.

Der Film wird nach einer kurzen Einführung durch Enno Schmidt in voller Länge gezeigt werden, anschließend ist eine Diskussion vorgesehen.

25 November 2008

Grundeinkommen Reflexe - Gespräch im Schweizer Radio

Grundeinkommen für alle: Ein Film-Plädoyer für eine radikale Idee

"Die Idee vom garantierten Grundeinkommen ist einfach: Ein Einkommen für alle, ohne einen damit verbundenen Zwang zur Arbeit. Die Basler Kulturaktivisten Daniel Häni und Enno Schmidt versuchen mit ihrem Film «Grundeinkommen» die Idee populär zu machen. Eine Utopie?

Mit den einfachen Mitteln der «Youtube-Generation» erklären sie in 100 Minuten die Idee des Grundeinkommens. Und angesichts der Ratlosigkeit in den internationalen Finanzmärkten stossen ihre Ideen zunehmend auf Begeisterung.

Aber: Kann die Idee überhaupt funktionieren? Oder würde die Gesellschaft bei garantiertem Einkommen im ausgiebigen Nichtstun versinken? Häni und Schmidt sind zu Gast bei Michael Sennhauser."

Link zur Sendung
Sendung direkt als Podcast hören

"Der Film «Grundeinkommen» ist in voller Länge im Internet verfügbar und wurde bereits über 10'000 mal angesehen. Die DVD kann kostenlos herunter geladen werden."

Die Original-DVD mit Heft zum Film bestellen:
In der Schweiz: kultkino
In Deutschland: Institut für Kino und Filmkultur

13 November 2008

Initiative Grundeinkommen in den Münchner Kammerspiele




Am 21. November 20.00 findet eine interessante Veranstaltung in den Münchner Kammerspiele statt:

Welche Arbeit, zu welchem Preis!

Wir diskutieren dort mit Prof. Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft und dem Publikum anhand von Ausschnitten aus unserm Film und Interviews mit Laien über die Idee des Grundeinkommens und zukünftige Formen der Arbeit.

Veranstaltet wird der Abend von Tobias Hülswitt und Florian Thalhofer vom Korsakow Institut für Nonlineare Erzählkultur. Es wird keine Vorträge geben und keine müde Podiumsdiskussion sein, sondern ein mit modernster interaktiver Technik vom Publikum selbst gestalteter Abend werden.

Wie das geht, lesen sie hier im Interview mit den beiden Initiatoren:
Hilfe, Freiheit!

12 November 2008

"Sehr guter Film zum Thema Grundeinkommen gedreht!"

Filmbesprechung bei Filmjournalisten.de

"Die Schweizer Initiative Grundeinkommen ist nur eine von vielen Regungen im Volk zu diesem Thema. Bekanntester Vorreiter der Idee des Grundeinkommens ist hierzulande Professor Götz Werner, Gründer der dm-Drogeriemarktkette. Seine Initiative Unternimm die Zukunft für das Grundeinkommen verfolgt dasselbe Ziel: Die Information der Bevölkerung.

Doch erst der Film Grundeinkommen von Daniel Häni und Enno Schmidt unterschiedet sich grundlegend von den bisherigen Bemühungen, die Idee des Grundeinkommens bekannt zu machen:

Zum einen führt der Film in nur einhundert Minuten wirklich jeden an das Thema heran, zum anderen haben sich die Macher entschieden, den Film in voller Länge im Internet verfügbar zu machen. Auch ist die komplette DVD als Image herunterzuladen, inklusive Cover, Etikett, Broschüre und Filmposter. Und alles kostenlos. Das ist nun wirklich mal innovativ."

Da sagen wir: Danke für die Blumen!

11 November 2008

10'000 downloads




In weniger als 30 Tagen wurde der Film Grundeinkommen über 10'000 mal heruntergeladen!


Das finden wir bemerkenswert und bedanken uns sehr herzlich beim kultkino und allen Interessierten.

Daniel Häni und Enno Schmidt

Grundeinkommen download bei kultkino
Grundeinkommen download bei archive.org


Wer die Original-DVD will, bestellt sie beim Institut für Kino und Filmkultur in Köln.

06 November 2008

Grundeinkommen DVD bestellen



Ab sofort können Sie den Film "Grundeinkommen" beim Institut für Kino und Filmkultur online bestellen:

Link zum IKF-Medien-Shop

"Das IKF empfiehlt diesen Film für den Einsatz in der Schule (besonders in den Fächern Sozialkunde/Politik, Wirtschaft, Religion/Ethik) und die Erwachsenenbildung."

30 Oktober 2008

Spinnt der, oder was?



In inside B - Magazin für Wirtschaft und Leben in Baden - interviewt die Chefredaktorin Doris Geiger die Prodagonisten der Initiative Grundeinkommen zur Idee des Grundeinkommens und aktuellen Zusammenhängen, z.B. der Finanzkrise:

inside B> Wäre bei der Entstehung der Immobilienblase gesundes Misstrauen angebracht gewesen?

Enno Schmidt> Man hat die Akteure am Finanzmarkt idealisiert und das dann „Vertrauen“ genannt, weil man hoffte, davon selbst profitieren zu können. Misstrauen in die Immobilienspekulationen und den Kreditehandel hätte es gar nicht gebraucht, sondern nur Verstand. Die Menschen sind anfällig für Märchen, wenn sie hoffen, sie selbst kämen als Goldmarie aus der Geschichte raus. Unsicher zu werden ist viel zu wenig. Im Film sagt Konstantin Adamopoulos (ein Kurator aus Köln, die Red.), der größte Bedarf heute bestünde an Vertrauen. Das war ein gutes halbes Jahr vor der jetzigen Krise. Was er meinte, ist aber nicht blindes Vertrauen, sondern Hinwendung. Wahrnehmung des Anderen und Vertrauen in ihn als Mensch. Damit wären wir beim Grundeinkommen.

inside B> Sorgt die Finanzkrise dafür, dass unsere Gesellschaft reifer wird für ein Grundeinkommen?

Daniel Häni> Die Zeit ist reif! Ich finde die Finanzkrise gar nicht so schlecht. Überhaupt sind Krisen positiv, wenn man den Sinn, der darin liegt, greifen kann. Den Sinn der aktuellen Finanzkrise sehe ich darin, zu lernen, sich nicht verunsichern und blenden zu lassen. In Wirklichkeit stehen ja die Häuser noch, deren falsche Bewertung man als Ausgangspunkt der Krise benennt. Ich will das Ganze ja nicht banalisieren, aber vielleicht sollten wir mal dafür sorgen, dass die Häuser wieder genutzt werden. Die Krise der Krise ist, dass wir uns verängstigen lassen, und das kann fatale Folgen haben. Keiner traut mehr dem andern, das Geld fließt nicht mehr. Anstatt Angst sollten die Menschen Geld haben.
Die unglaubliche Arroganz ist, dass nun aus Steuergeldern die Bankinstitute, die aufs falsche Pferd gesetzt haben, aufgepäppelt werden mit dem Vorwand, dass sonst alles zusammenbricht. Besser wäre, das Geld an die Menschen auszuzahlen.

Interview als PDF ausdrucken und lesen (11 Seiten)

Grundeinkommen im Cabaret Voltaire in Zürich

Zur grossen DADA-DEMOKRATIE-PARTY zeigt das Cabaret Voltaire den Film zum Grundeinkommen am 1. Nov. um 19.00 in Zürich.

29 Oktober 2008

Filmbesprechung von Alfred Schlienger

In der Novemberausgabe der Programmzeitung:

"Um es kurz und klar zu sagen: Der Film gehört in jede Weiterbildungsinstitution, die diesen Namen verdient, in jede höhere Schule, ja in jeden wachen Haushalt. Denn er verhandelt die zentralen Dinge unseres täglichen Lebens: Wie wir arbeiten, und warum, und wie ganz anders das alles aussehen könnte mit einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle."

Filmbesprechung als PDF lesen

28 Oktober 2008

Film Grundeinkommen an der Uni Karlsruhe




Am Mittwoch den 29.10. um 15:45 Uhr wird an der Universität Karlsruhe der erste Teil des Films Grundeinkommen von Daniel Häni und Enno Schmidt gezeigt.
Der zweite Teil wird am 05.11. um 15:45 vorgeführt.

Enno Schmidt hält an beiden Terminen eine Einführung und steht für die anschließende Diskussion zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vorlesungsreihe von Prof. Götz Werner statt.
Interfakultatives Institut für Entrepreneurship.

Ort: Universität Karlsruhe, Gebäude 10.91, Redtenbacher Hörsaal am Ehrenhof, Engelbert Arnold Str. 4.

Zeit: 29.10.08 und 05.11.08 jeweils von 15:45 bis 17:15 Uhr

17 Oktober 2008

Der Film zum Grundeinkommen - online anschauen - runterladen - DVD selber brennen




Ab sofort steht der Film Grundeinkommen auf der Webseite des kult.kino Basel zum online Anschauen, Runterladen und selber auf DVD brennen zur Verfügung.

Link zum Kultkino


Wir wünschen dem Film damit eine grosse freie Verbreitung und Ihnen viel Vergnügen!
Enno Schmidt und Daniel Häni


Der Film ist CC (creativ commons) lizensiert, d.h. man kann ihn für nichtkommerzielle Zwecke frei vorführen und weitergeben. Nachdem in einem ersten Versuch durch die grosse Nachfrage die Serveranlage des kultkino abgestürtzt ist, haben wir nun eine hoffentlich stabilere Lösung gefunden: Der Film liegt im "Internet Archiv" als "Open Source Movie"

Ein herzlicher Dank geht an Tobias Faust vom kult.kino Basel, der diese Dienstleistung ermöglicht hat.

13 Oktober 2008

11 Oktober 2008

Film in München in 2 Kinos



Der Film zum Grundeinkommen läuft zur Zeit in München in zwei verschiedenen Kinos:

Maxim Fr./Sa./Mo./Di. 19.00

Werkstattkino Sa./So. 16.30

06 Oktober 2008

Filmbesprechung - Das Grundeinkommen kommt nicht von oben



"So könnte sich der Preis der Latte Macchiato zusammensetzen, wenn es ein Grundeinkommen gäbe und die Steuer erst beim Verkauf erhoben würde. Der Kostendruck würde von der Arbeit genommen. Und die Mitarbeiter würden das Gleiche verdienen: Heute die Lohnkosten minus Steuer, dann der Lohn plus Grundeinkommen."

Eine Filmbesprechung von Stephan Stockmar in der Zeitschrift "die Drei":

Als PDF lesen

"Es geht in dem Film vor allem um konkrete Menschen, ihre Ideen und Initiativen und ihre Reaktionen auf zunächst ungewöhnliche Gedanken. Zentrum und Ausgangspunkt für die Handlung ist das "unternehmen mitte" im Herzen Basels, ein (ehemaliges Bank-)Haus voller Initiativen mit einem großen Café im Zentrum, in dem man gerne auch sitzen darf, ohne etwas zu konsumieren. Die dort servierten Latte-macchiato-Gläser dienen als Unter- und Hintergrund, um Wertschöpfungsketten und Preisbildungen anschaulich zu machen.
Die Professionalität des Films liegt nicht nur in der sachlichen Kompetenz, sondern vor allem in der durchweg menschlichen Handhabung des Themas als Bestandteil des Impulses, um den es geht."

02 Oktober 2008

Kongress in Berlin



Wir freuen uns, Sie zum 3. deutschsprachigen Grundeinkommen-Kongress einzuladen.

Das Programm und alle weiteren Information zum Programm finden Sie auf der
Kongress-Website

Unser Film zum Grundeinkommen wird im Rahmen-Programm zu sehen sein.
Kulturimpuls

Uns selber können Sie u.a. im Foyer des Kongresses antreffen. Wir freuen uns auf Gespräche, Austausch und persönliches Kennenlernen. Selbstverständlich werden wir eine grössere Anzahl DVD's und Hefte zum Film da haben - zum mitnehmen und weitergeben.

01 Oktober 2008

Enno Schmidt in Bern



Am Freitag 24. Oktober spricht Enno Schmidt in Bern, beim Netzwerk für sozial verantwortliche Wirtschaft:

Grundeinkommen: jetzt konkret
Eine Kultur-Initiative des „unternehmen mitte“

Freitag, 24. Oktober 2008, 18:15 Uhr
Käfigturm, Marktgasse 67 (2. Stock)

Einladung mit Thesen als PDF

22 September 2008

Grundeinkommen in Basel im Mittagskino



Ab Donnerstag 25. September läuft der Film Grundeinkommen für eine Woche im Kultkino Atelier über Mittag:.

Donnerstag 25.9., 12.20
Freitag 26.9., 12.20
Sonntag 28.9., 11.15 Matinée
Montag 29.9., 12.20
Dienstag 30.9., 12.20
Mittwoch 1.10, 12.20

Trailer schauen

Filmbesprechung hören

20 September 2008

Erfolg auch in Hamburg, Berlin und Osnabrück

Nach Basel, München und Göttingen, stösst der Film auch an weiteren Orten auf lebendiges Interesse:

Bericht aus Hamburg

„Ich bin 19 und der Film spricht genau die Möglichkeit an, nach der ich suche, um mich zu verwirklichen. Toll! Danke...“

Bericht aus Osnabrück

"Mit einigen hatte ich schon vorher über den Film gesprochen, den ich ja schon kannte. Dabei wurde ich mit Fragen überhäuft, die ich alle an den Film weitergeben konnte. Als der Film zu Ende war, gab es zweimal kräftigen Applaus. Und scheinbar waren die Fragen beantwortet, denn hernach ging es um anderes: Wie lange macht ihr das schon? Wann trefft ihr euch? Könnte man nicht in ... auch so etwas aufmachen? usw. usf.."

Bericht aus Berlin

"Die Gespräche gingen noch bis 23:30 Uhr - selbst die Linken waren beeindruckt und äußerten im Gespräch hinterher ihre Anerkennung für die Finanzierungsidee."

18 September 2008

Filmpremieren in Basel, München und Göttingen



Seit 2 Tagen war das Kultkino Atelier in Basel ausverkauft.



Enno Schmidt begrüsst die über 200 Premierengäste.





Alleine in Basel wurden gestern Abend 400 DVD's mitgenommen zum nochmals Anschauen, Vorführen in Schulen und Gruppen und zum Weitergeben.



Anschliesend ging es zum Austauch und Gespräch ins unternehmen mitte
(Fotos: Stefan Pangritz)

Weiter Vorführungen in Planung: Info unter www.kultkino.ch


Kurzbericht aus Göttingen

"Liebe Premiere-Kollegen, wir waren hier selber erstaunt über den Erfolg!
Das Kino war voll, d.h. über 100 Gäste waren da, es wurde mehrmals gelacht, z.B. über das Bild vom anderen: 80% beim Grundeinkommen nicht mehr arbeiten. Auch wurde schon zwischendurch geklatscht, z.B. als bemerkt wurde, dass die Maschinen Schwarzarbeit leisten und als die Frau aus Basel meinte, die Politiker würden nicht sagen, dass wir doch 100 Jahre dafür gearbeitet haben, dass wir endlich nicht mehr soviel arbeiten müssen.
Zum Schluss wurde lange geklatscht.
Obwohl nach dem Film eine kurze Pause gemacht wurde, blieben viele für das Gespräch, das von Sonja und Philip souverän geleitet wurde. Das Gespräch war eine Auseinandersetzung auf hohem Niveau. Danach wurde natürlich noch draußen und im Café nebenan weiter diskutiert.
Schöne Grüße aus Göttingen
Gisela Brunken"


Kurzbericht aus München:

"Liebe Premiere-Kollegen, ein voller Erfolg auch in München! Es gibt zwar nur 53 Sitzplätze im Werkstattkino, aber es haben sich mehr als 60 Gäste reingequetscht. Die Publikumsreaktionen waren bei uns genau wie von Gisela Brunken beschrieben. Wir hatten statt Eintritt um Spenden gebeten und bekamen unsere Kosten rein plus ein nettes Sümmchen für Daniel & Enno. Auch am anschließenden ca. 2-stündigen Publikumsgespräch nahm die überwiegende Mehrheit der Gäste teil. Es war schön zu erleben, wie wildfremde Menschen sich über die Idee des GE näherkamen und allmählich ein Wir-Gefühl entstand, und das Bewusstsein für die Verantwortung, diese Idee weiterzutragen. Unglaublich.
Der Kinobesitzer fand den Film so gut, dass er sich spontan entschied, ihn noch einmal zu zeigen. Weitere Einzelheiten in Kürze, sobald Sylvia das Gästebuch und die Fotos ausgewertet hat.
Liebe Grüße
Reimund Acker"

17 September 2008

16 September 2008

Filmbesprechung auf Schweizer Radio DRS

Grundeinkommen statt Lohn

Michael Sennhauser bespricht unseren neuen Film im "Echo der Zeit" auf Schweizer Radio DRS:


"Der Film Grundeinkommen ist weit mehr als eine Sammlung von Fragen, Antworten und Argumenten. Man sieht und hört zwar viele Zeitzeugen, es gibt Grafiken und alles was zu einem Dokumentarfilm mit Aufklärungs-Anspruch gehört, aber es hat auch utopische und überraschende Einstellungen in diesem Film."

Beitrag als mp3 hören

"Wenn jeder sein eigener König ist, muss keiner der König des anderen sein.

13 September 2008

Grundeinkommen als Kinoerlebnis



Eine Filmbesprechung von Nadine Aeberhard-Josche in Info3

"Der Film weckt lebendiges Interesse an den Angelegenheiten der Gesellschaft
und macht sie zum eigenen Bewusstseinsinhalt. Es ist ein Film-Essay und folglich ein Gedanke, der sich in Emotion verwandelt und wieder zurück in einen Gedanken – oder in die Wirklichkeit!"

Besprechung als PDF lesen

Durch die grosse Nachfrage wurde das Kontingent mittlerweile auf 200 DVD erhöht.
(Ein herzliches Dankeschön an Jens Heisterkamp und das Info3-Team)

12 September 2008

Woche des Grundeinkommens



Am Montag startet die Woche des Grundeinkommens!

Die Initiative dazu geht vom Netzwerk Grundeinkommen aus (Koordination Günter Sölken) und hat innerhalb kurzer Zeit einen beachtliche Anzahl von Veranstaltungen durch regionale Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz hervorgerufen.
In über 35 Städten werden in dieser Woche gegen 100 Veranstaltungen stattfinden.

Selbst der Film zum Grundeinkommen wird in dieser Woche an über 10 Orten gezeigt.

Das Thema "bedingungsloses Grundeinkommen" wird durch die Woche des Grundeinkommens als Bürgerbewegung deutlich.

"Das Grundeinkommen kommt - aber nicht von oben und nicht oben drauf."

(Zitat aus dem Film)

01 September 2008

Grundeinkommen - das Heft zum Film



Zum Film erscheint ein 72-seitiges Heft im DVD Format:

Heft als PDF anschauen (1.7 MB)

Das Heft greift Zitate aus dem Film auf
als Vorschau oder Erinnerung und als Orientierung in
der Fülle der Aspekte.

Die Hefte können für Filmaufführungen und zum Weitergeben bestellt werden:
info@initiative-grundeinkommen.ch

29 August 2008

Portrait in "brand eins"



Mikael Krogerus portraitiert Daniel Häni, Mitbegrüder der Initiative Grundeinkommen, im Wirtschaftsmagazin brand eins:

Wer nicht muss, der kann

Darin:

"Müssten meine Mitarbeiter keine Einkommensteuer zahlen, müssten sie keine Steuerklärung ausfüllen, ich müsste ihnen das Geld dafür nicht geben und es entsprechend auch nicht über die Preise bei den Gästen kassieren", folgert Häni nüchtern. Dann könnte er die Preise trotz höherer Mehrwertsteuer sogar senken. "Und mit einem Grundeinkommen hätten wir eine neue Unternehmenskultur. Ich müsste als Arbeitgeber den Job so attraktiv gestalten, dass die Leute ihn trotzdem haben wollen", sagt Häni. "Die Angestellten hätten eine Verhandlungsbasis. Sie würden nicht für mich, sondern mit mir arbeiten."

Daniel Häni ist nicht naiv. Er weiß, dass ein Grundeinkommen nicht alle Probleme löst. Doch ihm geht es um etwas anderes: "Ein Grundeinkommen könnte zu Krisen führen bei denen, die heute nur fürs Geld arbeiten. Es würde deutlich machen, warum wir eigentlich arbeiten."





Den Artikel gibts auch als PDF

07 August 2008

Grundeinkommen - Filmpremierez



Es freut uns ganz ausserordenltich den Premiere-Termin unseres Films bekanntzugeben:

Grundeinkommen
Ein Film-Essay von
Daniel Häni und Enno Schmidt
(DVD 100min)

Die Premiere findet am Mittwoch 17. September um 21.00 im Kultkino Atelier in Basel statt. Die Vorführung ist öffentlich. Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit, den Film als DVD mitzunehmen.

Gleichzeitig findet in Göttingen (19.00)im Kino Lumiere und in München (18.00) Werkstattkino die Deutschland-Premiere statt.


Weitere Aufführungen in:
Bremen, 18. Sept. 18.30, Bremer Dialog Grundeinkommen
Hamburg, 18. Sept., 20.00, Lichtmess-Kino
Osnabrück, 18. Sept., 20.00, Haus der Jugend
Berlin, 18. Sept., 20.00, Café Tasso, Frankfurter Allee 11
Braunschweig, 19. Sept. 19.00, Katholisches Hochschulzentrum
Berlin, 20. Sept., 19.00, ACUDkino
Affoltern am Albis, 20. Sept., 20.15, Kulturkeller LaMarotte
Münster, 20. und 21. Sept., jeweils 15.00, Tatort Kunst 2008
Dortmund, 21. Sept., 12.12., Kino Schauburg
Villach (A), 25. Sept. 19.30, Gasthof Kasino
Wuppertal, 25. Sept., 20.15, rakete e.V.
Nürnberg, 29. Sept., 20.00, BGE-Initaitive Nürnberg
Achberg, 29. Sept., 20.00, Humboldt-Haus
München, 1. Okt., 19.00, Maxim-Kino
Dornach, 2. Okt., 18.00, Goetheanum
München Ismaning, 3. Okt., 20.00, Jugendkongress - Mensch macht Zukunft
Bochum, 13. Okt., 19.30, Kulturhaus Oskar
Basel, 18. Okt. 12.30, kultkino atelier
München, 19. Okt. 17.00, Verbingunsfilmfest
Berlin, 24.-26. Okt., Grundeinkommens-Kongress
Basel, 24./26./28./29. Okt. jeweils 12.20, kultkino atelier
Hamburg, 28. Okt. 19.00, Kunstuni
Karlsruhe, 29. Okt. 15.45, Universität, Rendtenbacher Hörsaal
Zürich, 1. Nov. 19.00, Cabaret Voltaire
Braunschweig, 2. Nov. 19.00, Umweltzentrum
Karlsruhe, 5. Nov. 15.45, Universität, Rendtenbacher Hörsaal
Hamburg, 7. Nov. 19.30, Zeitleben e.V.
Heidenheim, 11. Nov. 20.00., Freie Walddorfschule
Bülach, 12. Nov. 19.30, Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde
Muttenz, 13. Nov. 19.30, Freie Obenstufenschule Baselland
Ottersberg, 14. Nov. 20.00, Bremer Dialog Grundeinkommen
Witten, 14. Nov. 20.15, Universität Witten/Herdecke
Hamburg, 16. Nov. 15.00, Magazin-Filmkunsttheater
Bremen, 17. Nov. 19.00, umsonstladen
Heidelberg, 21. Nov. 20.00, Eine-Welt-Laden
München, 21. Nov. 20.00, Kammerspiele Neues Haus
Bremen, 27. Nov. 18.00, Bremer Dialog Grundeinkommen
Wetzikon, 27. Nov. 20.15, Rudolf Steiner Schule
Frankfurt, 3. Dez. 19.30, Kino Pupille im Campus der Uni
Osnabrück, 4. Dez. 19.00, Fachhochschule, Raum CN 0001
München, 4. Dez. ab 19.30, Michael-Kirche
Arlesheim, 5. Dez. ab 19.00, SP Arlesheim
Hamburg, 9. Dez. ab 18.30, Bürgerhaus Barmbeck
Bovenau, 12. Dez. 20.00, Kleine Scheune Langkoppel
Bonn, 16. Dez. 19.00, Initiative Grundeinkommen Bonn
St. Gallen, 16. Dez. 20.15, Palace
St. Gallen, 23. Dez. 20.15, Palace


2009

Heide, 5. Jan. , Kino Lichtblick
Husum, 12. Jan. 19.00, Kino-Center Husum
Leipzig, 18. Jan. 20.00, Film-Garage
München, 22. Jan. 19.00, Filmmuseum
Basel, 22. Jan. 19.30 , Querfeld
Basel, 25. Jan. 10.00, Film-Brunch Treffpunkt Breite
Bern, 30. Jan. 19.00, Kino in der Reitschule
Horst, 30. Jan. 20.00, Hof Dannwisch
Bochum
, 3. Feb. 20.00, Johanneskirche
Stuttgart, 27. März 21.00, Forum 3

"Es ist ein kleiner, kluger Film über den Zustand unserer Welt. Eine Art Sendung mit der Maus, die zu erklären versucht, wie das Grundeinkommen funktioniert, wer es finanzieren und was es bewirken könnte."
Mikael Krogerus, brand eins

Grundeinkommen-Experiment in Namibia



Hier der Link zu einer kurzen Fernsehreportage zum Versuch in Namibia:
Grundeinkommen in Namibia

Wer sich eingehender informieren möchte liesst die längere Reportage in "brand eins":
Als das Geld vom Himmel fiel

08 Juli 2008

Schufften und doch kein Geld




Hinweis auf eine sehenswerten halbstündiger Doku-Film im ZDF (37°) von Angelika Wörthmüller und Enrico Demurray zum Thema "Arm trotz Arbeit":


Anhand von drei Beispielen - einer Coiffeuse, einem Fahrradverkäufer und einer Arzthelferin - zeigt der Film sehr eindrückliche die Dramatik heutiger Einkommensarmut. Es ist kaum zu glauben, aber wenn man einmal hinschaut als harte Realität sichtbar, dass ganz gewöhliche menschliche Arbeit kaum noch existenzsichernd entlohnt wird b.z.w. entlohnt werden kann.

Der Film wiederlegt viele der gängigsten Argument gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen ohne explizit davon zu sprechen.

Arm trotz Arbeit
Link zum Film und Hintergundeinformation

05 Juli 2008

Weltkongress zum Grundeinkommen - ausführlicher Bericht



Adeline Otto berichtet auf der Seite des Netzwerk Grundeinkommen ausführlich über den 12. Kongress des weltweiten Grundeinkommens-Netzwerks in Dublin.

Das Grundeinkommen ist weltweit ein Thema. Es beschränkt sich nicht auf die hochzivilisierten Gegenden, sondern bietet gerade auch für Entwicklungsländer neue Perspektiven. Aus dem Bericht geht eindrücklich hervor wie viele und wo überall kleine aber durchaus konkrete Schritte mit dieser Idee gegangen werden.
Und es ist keine Utopie mehr, man kann einfach beginnen. Am häufigsten wir gennant, mit den Kindern zu beginnen.

Link zum Bericht


Link zum Vortrag von Sascha Liebermann in Dublin

Link zu Seite der Kongress-Veranstalter

Alte und neue Linke



Was die Zukunft und was die Vergangenheit der "Linken" ist und sein kann, zeigt sich sehr eindrücklich, wenn innerhalb der Linken das Thema Grundeinkommen ernsthaft diskutiert wird.

Zwei sich gegenüberstehende kurze Artikel in der sozialistischen Zeitung "Neues Deuschland" dokumentieren sehr schön wie das Grundeinkommen wohltuend das Parteibuch beseite legen lässt.

Auf Treibsand gebaut
von Prof. Dr. Rainer Roth

"Emanzipation von Lohnarbeit und Armut ist möglich, wenn die Produzenten des Reichtums selbst die Eigentümer der Produktionsmittel werden. Sie bleibt Illusion, solange die Verwertung von Kapital der Zweck der Ökonomie ist. Wer von Alternativen zur Lohnabhängigkeit redet, muss die Kapitalverwertung in Frage stellen."

Ein Systemversagen korrigieren
Von Prof. Dr.Wolf-Dieter Just

"Die Koppelung von Arbeit und Einkommen führt heute zu millionenfacher Ausgrenzung, sozialer Not, Sinn- und Lebenskrisen der Betroffenen. Das Postulat »Jedem nach seiner Leistung« wird zu einer realitätsfremden und inhumanen Bedingung. Diese Art von Leistungsgerechtigkeit wandelt sich in Ungerechtigkeit, wenn die Möglichkeit, eine solche Leistung zu erbringen, nicht geboten wird. Leistungsgerechtigkeit setzt Teilhabegerechtigkeit voraus. Traditionelles Arbeitsethos und Moral müssen überdacht und den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden."

23 Juni 2008

Weltkongress zum Grundeinkommen

Am Wochenende fand in Dublin (Irland) der 12. Weltkongress des »Basic Income Earth Network« (BIEN) statt. Das Thema Grundeinkommen ist nun auf allen Kontinenten angekommen.

Lesen sie hier den Bericht dazu

16 Juni 2008

Spiegel -Thema des Tages




"Von Grundeinkommen bis Bürgergeld


Wie in Zukunft weiterhin ein menschenwürdiges Leben im Sozialstaat möglich ist, welche Auswege es für Langzeitarbeitslose gibt und welchen Stellenwert der Faktor Arbeit überhaupt im Leben eines Menschen hat, wird derzeit viel diskutiert. Fast jede Partei bietet auf diese Fragen ein eigenes Lösungsmodell an. Die Ideen reichen von einem bedingungslosen Grundeinkommen für jedermann bis hin zu einem bedarfsabhängigen Bürgergeld ausschließlich für Bedürftige. Die einzelnen Konzepte unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der an die Zahlung geknüpften Bedingungen, Bedürftigkeit und Arbeitsbereitschaft und der Art der Finanzierung. Dahinter steht die parteiübergreifende Überzeugung, dass zurzeit keine Vollbeschäftigung möglich ist. Braucht der Mensch Arbeit, um glücklich zu sein?"

Link zum Artikel

Und in spiegel-online ein Interview mit Götz Werner, indem er unter anderm sagt:

"Außerdem hat meine Idee vom Grundeinkommen eine solche Wucht entfaltet, dass ich mich zwangsläufig von der operativen Führung meines Unternehmens entfernt habe."

Link zum Interview

30 Mai 2008

"Wie ist es eigentlich ein Sozialschmarotzer zu sein?"

"Wer die sozialen Sicherungssysteme missbraucht, handelt unfair, aber rational. Eine garantierte Grundsicherung wäre doch eine gute Idee für eine Gesellschaft, die sich schwertut für alle eine Arbeit bereitzustellen, wovon sich auch leben lässt."

"Warum sollte nicht, was jetzt schon im Schatten praktiziert wird, auch im Licht gemacht werden?"

Dieser Frage geht Christoph Bopp feinsinnig in der Basellandschaftlichen Zeitung nach.

Artikel als PDF lesen

In der gleichen Ausgabe findet sich auch ein ausführliches Interview mit dem Sozialethiker Hans Ruh über nachhaltige Entwicklung, ökologische Technologien und Alternativen zur Industriegesellschaft.


Interview als PDF lesen

27 Mai 2008

Geld für alle



Im Themenheft TWEN RESPEKT GERECHTIGKEIT widmet sich der Journalist Stefan Lichtenhahn u.a. auch dem Grundeinkommen. Sie finden dort zudem ein längeres Interview mit dem schweizer Ethiker Hans Ruh, der sich seit Jahrzenten für die Idee eines Grundeinkommens einsetzt.

PDF des Beitrages

PDF des ganzen Themenheftes

25 Mai 2008

Götz Werner - Unternehmer



Götz Werner ist Unternehmer. Ein "Real-Träumer" nennt er sich gerne. Zur Zeit wechselt er aus der Geschäftsleitung von dm-drogeriemärkte in dessen Aufsichtsrat.

In einem ruhigen, längeren (28min) Gespräch mit Alexander Kähler erzählt er aus seinen Erfahrungen und weitergehenden Aufgaben.

Link zum Videostream bei Phoenix

22 Mai 2008

Grundeinkommen ein Thema in Europa?

Veranstaltung in Siegburg:
Grundeinkommen - Ein Thema in Europa?
Beispiele: Österreich und Schweiz



Am 4. Juni 19.00
sprechen Margit Appel, Wien
und Enno Schmidt, Basel/Frankfurt
im Stadtmuseum Siegburg.

10 Mai 2008

"Geld und Glück für alle"

"Kreditkrise, Hungerkrise, Sinnkrise: Vielleicht war der Kapitalismus doch keine so gute Idee. Wie wäre es, wenn einfach jeder Bürger 3000 Franken Grundeinkommen bekäme? Man kann ja mal drüber nachdenken."

Ein schöner Artikel von Philip Löpfe im "Magazin":

Artikel lesen

07 Mai 2008

Zeitarbeit - Jobwunder oder Sklaverei?



Diskussion auf N24 zwischen Katja Kipping, MdB und Ingrid Hofmann, Chefin einer Zeitarbeiterfirma.

Vollbeschäftigung - aber zu welchem Preis?
Moderation Claus Strunz

Link zum Video-Stream

05 Mai 2008

Sie können auch anders - Unternehmer mit Ideen

Interessante Sendung auf Phönix mit u.a. Götz Werner. Nicht unbedingt neue Argumente, aber auf einem höheren Niveau, als auch schon.

Link zum Video-Stream

03 Mai 2008

Glauben Sie an Vollbeschäftigung?

Eine zwar nicht repräsentative, aber in ihrem Resultat sehr deutliche Umfrage von tagesschau.de zeigt:

Glauben Sie, dass das Ziel der Vollbeschäftigung bald erreicht werden kann?

JA 611 Stimmen
13%

NEIN 4047 Stimmen
86%

KEINE MEINUNG 39 Stimmen
1%

05 April 2008

Für eine wirklich liberale Wirtschaftsordnung



Das 2. Heft zum Grundeinkommen von BIEN-CH liegt vor:

Bernard Kundig, Soziologe und Vize-Präsident von BIEN-CH, legt eine längere, nüchterne aber durchaus bestechende Beschreibung der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens vor. Ausführlich widmet er sich auch dem Steuerwesen und zeigt auf, welche Gesichtspunkte dabei für die Einführung des Grundeinkommens gewonnen werden können.


Bernard Kundig in Romainmotier 2006
Foto: grundeinkommen.tv

Hier ein paar Zitate aus dem Heft:

"Beim Grundeinkommen geht es nicht um die Verstaatlichung der Produktionsmittel, eigentlich im Gegenteil: Mit dem Grundeinkommen werden der Privatsektor und die Marktwirtschaft im maximalen Ausmass liberalisiert, ohne dass diese Lieberalisierung zulasten der Ärmsten geht. In letzter Konsequenz gibt es überhaupt keine Armut mehr. Dies ist das Prinzip des Grundeinkommens. Da es keine Armen mehr gibt, ist auch die Ausbeutung dieser Armut nicht mehr möglich; niemand mehr kann von Zwangslagen anderer Menschen profitieren. Deshalb gibt es auch keine potenziellen oder echten Opfer mehr, welche durch alle möglichen Gesetze oder Reglemente geschützt werden müssen."

"Bei den Steuern handelt es sich heute nicht mehr um eine Abgabe an die Herrschaften, sondern um die Finanzierung der gemeinsamen Ausgaben. ... Das Steuerwesen muss einfach sein und soll keine sozialpolitischen Beilagen aufweisen; denn im Sozialbereich übernimmt dann ja das Grundeinkommen all diese Funktionen in viel effizienterer Weise."

"Das Steuerwesen darf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht bestrafen; denn letztlich ist es doch die Performance, welche auch das Grundeinkommen finanziert. Das Steuerwesen darf auch die Marktregeln nicht verfälschen, wie dies heute der Fall ist, und zwar soweit, dass in manchen Firmen der Steuerberater wichtiger wird als der Verkaufsleiter."

"Die progressive Einkommenssteuer gehört in der Zwischenzeit weitgehend in den Bereich der politischen Heuchelei und verschafft den einen ein ruhiges Gewissen und den anderen eine diskrete Behandlung."*

*"Es ist berechnet worden, dass die vom Bruttoeinkommen zulässigen Abzüge die Progressivität der Steuersätze kompensiert. Unter dem Strich hat sich somit die reale Besteuerung als linear gezeigt, wenn auch darüber nicht viel Publizität gemacht worden ist."

"Vor allem die Linke muss ihr Feindbild aufgeben. Fällt der Zwang beim Vertragabschluss weg, stellen Marktwirtschaft und freie Konkurenz nur noch Fortschrittsfaktoren dar. ... Mit dem Grundeinkommen wird die Vertragsfreiheit zu einer Realität für alle Vertragspartner. In Zukunft können alle Menschen ein Angebot auch ablehnen. Gegen diesen theoretischen Ansatz kann es keine Einwände geben."

"Mit dem Grundeinkommen definieren wir das Gerechtigskeitsprinzip im wirtschaftlichen Bereich neu, indem wir zwei unterschiedliche Einkommensebenen einführen, einerseits das soziale und strikt egalitäre bedingungslose Grundeinkommen und andererseits das private Einkommen, welches ausschliesslich von der individuellen Leistung abhängt. Wenn es uns gelingt, die Armut und Bedürftigkeit auszurotten, können wir auch endlich den Reichtum als solchen akzeptieren (wir brauchen ihn deshalb noch lange nicht anzubeten)."

"Meiner Ansicht nach müsste die Sozialdemokratie heute den Begriff des Liberalismus für sich erobern und den Konservativen aller Lager entgegensetzen, jenen Konservativen, die bereits im 19. Jahrhundert nichts davon wissen wollten; es läge an der Sozialdemokratie, diesen wichtigen Begriff mit ihren Inhalten zu füllen. Das bedingungslose Grundeinkommen könnte der Eckpfeiler für eine neue liberale Politik liefern. ... Es verschaft den Akteuren der humanitären Wirtschaft eine volle Autonomie gegenüber ihren gegenwärtigen Geldgebern und erlaubt somit auch das Aufkommen einer wirklichen wirtschaftlichen und sozialen Alternative zur Globalisierung der Erpressung mit der Beschäftigung."


Das Heft ist in deutsch und fränzösisch erhältlich bei:
BIEN-Schweiz, Postfach 58, 1293 Bellevue
Fr. 10.-

02 April 2008

"Die Armen würden flüssig"



Zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen im Scheibenwischer:

(Satieresendung auf ARD)

„...bloß: Auf EINE Idee kommen diese Spezialdemokraten nicht: die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens! Das kann man rechnen - aber sie machen es nicht; weil - was würde dann passieren? Dann würden die Armen flüssig, und die SPD würde überflüssig - und die Linkspartei auch! (Beifall) Und mit ihnen das Millionenheer der verbeamteten Parasiten in den Arbeitsverwaltungen, die das Elend verwalten, indem sie die Verelendeten terrorisieren..."

Link zur Sendung auf myvideo
(Die Stelle zum Grundeinkommen beginnt bei Minute 3)

17 März 2008

Veranstaltung im Institut für neue Medien in Frankfurt

Am 8. April um 18.00 sprechen Daniel Häni und Enno Schmidt in der Reihe "unplugged heads 2.0" am Insitut für Neue Medien in Frankfurt und zeigen Ausschnitte aus dem entstehenden Film zum Grundeinkommen.

Link zur Veranstaltung

02 März 2008

INFOMAIL 1/08

Nach längerer Zeit wieder ein Infomail von uns zu folgenden Themen:

Wo steht das Grundeinkommen?
Die neue Debatte ums Grundeinkommen wird gerade erst drei Jahre alt und hat schon viele Menschen erreicht. Bemerkenswert ist das, weil dieser Debatte kein Programm vorsteht und keine Organisation.

Der Film zum Grundeinkommen
Seit neun Monaten arbeiten wir an einem Film zum Grundeinkommen. Zeit zur Niederkunft. Einige wichtige Teile fehlen aber noch. Auch die technische Endbearbeitung wird noch Zeit in Anspruch nehmen. Blick in die Werksatt.
Mit dem Film kommt ein begleitendes Heft heraus. DVD und Heft versenden wir in der ersten Auflage kostenlos. Bestellen Sie per E-Mail mit Angabe ihrer Postanschrift.
Blick in die Werksatt.

INFOMAIL als PDF
Zum Ausdrucken, lesen, weitersenden.

29 Februar 2008

Grundeinkommen Filmszenen






Seit geraumer Zeit ist bei uns ein Film zum Grundeinkommen in Arbeit. Wir wollen den Film als DVD (ca. 90 min) Schulen, Organisation aber auch Privatpersonen kostenlos zur Verfügung stellen. Der Zeitpunkt der Fertigstellung ist noch nicht definitiv (voraussichtlich September). Vorsbestellung bitte per Mail unter Angabe der Postanschrift.

Jetzt zeigen wir vorab einige Ausschnitte aus der Arbeitsfassung.



Hoch genug, um davon zu leben.
Ein neues Bürgerrecht wird geboren.
Grafiken zum Prinzip des Grundeinkommens.
Dauer: 4 Minuten
Hier geht’s zum Filmausschnitt


Ein Prolog mit verschiedenen Stimmen
und ein Blick in die Geschichte: Thomas Pain, Menschenrecht und Sklaverei.
Dauer: 4,5 Minuten
Hier geht’s zum Filmausschnitt


Ist das Grundeinkommen eine positive Vision des 21. Jahrhunderts?
Oder arbeitete dann keiner mehr?
Dauer: 6,1 Minuten
Hier geht’s zum Filmausschnitt


Was einmal Utopie war.
Und die Arbeitsplätze der Zukunft.
Dauer: 2,4 Minuten
Hier geht’s zum Filmausschnitt


Was Rationalisierung bedeutet.
Und warum man ein Einkommen erhält.
Dauer: 4,3 Minuten
Hier geht’s zum Filmausschnitt


Selbstversorgung, so haben wir es verinnerlicht.
Eine kurze Geschichte an vier Bildern.
Dauer: 2 Minuten
Hier geht’s zum Filmausschnitt


Wie die Erfolgsgeschichte weiter geht, ist auch logisch:
mit einem Einkommen für den Fortschritt der Menschen.
Oder soll der Fortschritt für immer mehr Menschen zum Rückschritt werden?
Dauer: 4,5 Minuten
Hier geht’s zum Filmausschnitt

28 Februar 2008

Steuerstreit: Ein radikaler Vorschlag

Philip Löpfe vom Tages-Anzeiger beschreibt das Potential der Konsumsteuer:

"In seiner reinen Form ist Werners Modell sicher eine Utopie. Als Kompass hingegen weist es in die richtige Richtung. Es ist grundsätzlich sehr sinnvoll, in einer globalisierten Wirtschaft die direkten Steuern, vor allem die Unternehmenssteuern und die Lohnnebenkosten abzubauen und durch eine indirekte Konsumsteuer zu ersetzen. Das Problem ist die ideologische Verbohrtheit von Politikern und ihren Wählern. Ein Umbau des Steuersystems in Richtung indirekte Steuern verletzt linke und rechte Tabus. Die Rechte muss sich mit einem bedingungslosen Grundeinkommen anfreunden und damit den Sozialstaat akzeptieren, die Linke auf die «Steuergerechtigkeit um jeden Preis» verzichten. Dafür wäre der ewige Zwist mit unseren europäischen Nachbarn ein für alle Mal beendet. In einem auf die Mehrwertsteuer reduzierten System gibt es «praktisch überhaupt keine Möglichkeit mehr, Steuern zu hinterziehen oder auch nur zu optimieren»."

Link zum ganzen Artikel

Link zu einem weiteren Artikel von Philip Löpfe

09 Februar 2008

Die Kanzlerin antwortet...



Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde angefragt eine "Enquete Kommission Grundeinkommen" einzurichten. Hier ihre Antwort:

"Das System eines bedingungslosen Grundeinkommens würde eine komplette Umfinanzierung der Sozialleistungen erforderlich machen. Selbst die gesetzliche Rentenversicherung müsste zu einem Grundsicherungssystem umgebaut werden.
Das wäre eine Abkehr vom bisherigen Bedarfsprinzip eines solidarischen Sozialstaates, der dann hilft, wenn Not besteht. Es wäre auch eine Abkehr vom Prinzip „Beitrag und Gegenleistung“, auf dem die Arbeitslosen- und die Rentenversicherung beruhen. Ziel der Bundesregierung ist es jedoch, das Bedarfsprinzip sowie das „Beitrag-und-Gegenleistung-Prinzip“ zu stärken. Insofern ist das „bedingungslose Grundeinkommen“ kein Thema des aktuellen Regierungshandelns."

Link zum ganzen Antwortschreiben

Für eine Handvoll Euro

Ein Artikel in der Süddeutschen gibt Einblick in die Trostlosigkeit eines ganz normalen Taglöhners in München. Über das Ausmass dieser menschenunwürdigen Situation geben die im Artikel gennanten Zahlen Auskunft. Erschütternd - oder eben ganz normal?

Für eine Handvoll EURO

03 Februar 2008

Gespräch mit Götz Werner im SR2

"Fragen an den Autor" auf SR2 Kulturradio
Ein ausführliches Gespräch mit Götz Werner mit diversen Hörer-Fragen:

Link zum hören der Sendung - auch als Podcast

Bedingungsloses Grundeinkommen und Soziale Arbeit

Eine häufige gestellte Frage ist, ob das Grundeinkommen die "Soziale Arbeit" erübrigen würde.

Wir meinen das Gegenteil wäre der Fall, die "Soziale Arbeit" könnte aufblühen. Sie müsste sich weniger um monetäre Nöte kümmern und könnte sich vermehrt auch weitergehenden Aufgaben annehmen. Zudem könnten sich viele Menschen auch mehr umeinander sorgen und nicht erst, wenn es ihnen schlecht geht.

Interessante Gesichtspunkte zu diesem Thema liefert Siegfried Mikael Eriksson in seiner Diplomarbeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit.

Diplomarbeit als PDF lesen

14 Januar 2008

Kunst und Wissenschaft


(Sascha Liebermann im Gespräch mit interessierten Gästen in Basel
Foto: Stefan Pangritz)

Ein grundsätzlicher Blog-Beitrag von Sascha Liebermann (Freiheit statt Vollbeschäftigung) zu den Bedingungen von Kunst und Wissenschaft und wie darin ein bedingungsloses Grundeinkommen wirken könnte.

"Gäbe es ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE), müßten Universitäten und Kunsthochschulen vielmehr um gute Mitarbeiter werben. Wer heute eine Stelle aufgibt, gibt damit beinahe automatisch auch Forschung und Lehre auf, denn er muß nun auf anderem Wege ein Einkommen erzielen. Mit einem BGE wäre dies anders. Eine Stelle aufzugeben, wie manche Professoren (Frühpensionierung) es heute schon tun, um wieder forschen zu können, wäre einfach. Junge Wissenschaftler müßten sich nicht bieten lassen, was ihnen heute abgefordert wird. Auf der Grundlage eines BGEs könnten sie forschen, Künstler könnten Werke schaffen. Sich mit Kollegen zu assoziieren, ohne in einer Forschungseinrichtung angestellt zu sein, wäre selbstverständlich. Wissenschaftler wie Künstler wären freier, auch Stipendien abzulehnen, die sie zu sehr gängeln."

Link zum ganzen Beitrag:
Kunst und Wissenschaft - und das bedingungslose Grundeinkommen

06 Januar 2008

Grundeinkommen im Iran?







Peter Dellbrügger, Doktorant am Institut für Enterpreneurship an der Universität Karlsruhe, reiste im letzten Jahr in den Iran und hielt an der Universität von Teheran ein Referat. Er schrieb für die Initiative Grundeinkommen einen kurzen Bericht aus dieser "anderen" Welt. Er gibt Einblick in die dortigen Lohn und Preisverhälnisse und zeigt auf, dass Grundeinkommen durchaus ein Thema ist.

Grundeinkommen im Iran PDF 1 Seite

03 Januar 2008

Werteumfrage


(Bild aus dem Titelblatt der Zeitschrift ZeitGeist)

Eine Umfrage des "Future Institute International" unter Leitung von Roman Retzbach geht auch den Aspekten des Grundeinkommens nach. Die Aktion wurde in Zusammenarbeit mit dem Printmagazin "ZeitGeist" und seinem Herausgeber Thomas Röttcher lanciert.




Link zur Website der Umfrage


Link zum Online-Fragebogen

Fragebogen als PDF

Link zur Zeitschrift ZeitGeist