31 Oktober 2006

Veranstaltung im Kaskadenkondensator Basel



Performancereihe work out mit den Gruppen Berlin n@work & Labor und Gästen

Sa 11. November 17 Uhr
Die Gruppe Berlin n@work präsentiert uns ihr Projekt „Redefine Work“, Labor erweitert den Abend mit ihren Arbeitsrecherchen.
Gemeinsam erarbeiten wir die Arbeit aus der Arbeit heraus. Wir verarbeiten Gesehenes und Erlebtes und schaffen uns Grundlagen für die spätere Diskussion. Die Suppe essen wir in der Pause.

Gäste: Daniel Häni vom unternehmen mitte (BS), spricht mit uns über die Initiative Grundeinkommen, Ana Katsidis, Künstlerin (LU), stellt das Projekt Arbeitsberg vor.
Wortgast: Willi Fillinger: Praktischer Philosoph (ZH), Unkostenbeitrag: Fr. 13.-

Projektverantwortung: Judith Huber

Flyer als PDF

Kakadenkondensator, Werkraum Warteck PP, Burgweg 7, Basel

29 Oktober 2006

Grundeinkommen in PPM-City



Gefunden im Archiv Grundeinkommen. Erschienen in der Gratis-Zeitschrift 20 minuten.

"«Vor drei Jahren hatte ich die Idee zur virtuellen Stadt PPM City, die zum Bewegen, Chatten und Aufgabenlösen einlädt», erzählt Sir Colin in einem wahren Freudenrausch über die Fertigstellung des Projekts, das in Europa seinesgleichen sucht. Anfang nächster Woche geht die Vollversion des 3-D-Games online.
Die User sind Einwohner von PPM City und erhalten monatlich 3000 Colins Grundeinkommen, das für von Steuern bis zu Blumen für den Onlineflirt ausgegeben werden kann."

27 Oktober 2006

25 Oktober 2006

Artikel in der NZZ - Radikale (Gedanken-) Experimente

Im Nachklang der Veranstaltungsreihe "Einkommen schafft Arbeit ... Mehrwert durch Grundeinkommen" erscheint eine Besprechung von Mikael Krogerus in der Neuen Zürcher Zeitung.

..."Die Befürworter argumentieren, dass auf der Basis eines Grundeinkommens und der daraus erwachsenden finanziellen Ungebundenheit mehr Wertschöpfung erwirtschaftet würde als im heutigen Sozialstaat. Hinter der Annahme steht die Frage nach dem Menschenbild. Wer davon ausgeht, dass Menschen ohne Druck nichts leisten, der sucht nach Systemen, die diesen Druck aufrechterhalten. Wer wie Götz Werner glaubt, dass Menschen etwas leisten wollen, wenn man sie nur lässt und nicht durch Bürokratie behindert, wird an der Utopie Gefallen finden. Das Grundeinkommen ist ein Gedankenexperiment, ein Denkanstoss, der bisher weder richtig durchdacht noch durchgerechnet ist. Welche Folgen die Einführung eines Grundeinkommens hätte, hängt wohl tatsächlich nicht zuletzt davon ab, ob und wie die Bürger die Freiheit, die das Grundeinkommen bietet, nutzen würden. Es gilt für alles Neue, was für die eigene Biografie gilt, sagten Veranstalter Enno Schmidt und Daniel Häni in ihrem Schlusswort: Logisch ist es erst im Nachhinein."

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Artikel in der NZZ-Online

Bischof für Grundeinkommen



In Österreich ist seit dem Wahlsieg der SPÖ das Wort "Grundeinkommen" in die politische Debatte gekommen. Der neue Kanzler in spe kündigte an, niemand solle in Österreich von weniger als 800 Euro leben müssen. Wenn man genauer hinschaut zeigt sich aber, dass es sich mit dem Kanzlervorschlag nicht um ein Grundeinkommen handelt - schon gar nicht um ein bedingungsloses - sondern um eine Art Einkommens-Untergrenze, bei der Nachweis- und Prüfverfahren bestehen bleiben.

Immerhin gibt die Debatte die Möglichkeit, echte Grundeinkommens-Modelle in die Diskussion zu bringen und sie gegenüber dem SPÖ-Vorschlag deutlich zu machen.

So hat sich beispielsweise der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz zu Wort gemeldet, der ein "bedingungsloses Grundeinkommen für alle" befürwortet. Ein beachtenswertes Wort aus der Katholischen Kirche! Gesagt ist nicht Getan: umgehend hat sich der stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kapellari, eingeschaltet. Die Bischöfe sollten diese Frage dem bereits in Gang befindlichen Diskurs der demokratischen Öffentlichkeit überlassen, betonte er im ORF-Mittagsjournal.

Besser macht es Margit Appel, die vor drei Wochen bei uns zu Gast war. Sie geht in einem Interview bei derStandart.at sehr differenziert, behutsam und klärend auf die Debatte ein:

"Appel: Ein Grundsicherungsmodell wie es die SPÖ vorschlägt wäre sicher ein Fortschritt. Ein Grundsockel sowohl bei den Arbeitseinkommen als auch bei den Sozialleistungen-fehlt auf alle Fälle in Österreich, es kann ja nicht sein, dass in einem derart reichen Land wie Österreich Menschen mit lächerlichen Beträgen ihr Leben bestreiten müssen. Was wir an dem SPÖ-Modell kritisieren ist der Kontrollaufwand in Richtung Arbeitswilligkeit und Vermögensprüfung.

Wir gehen davon aus, dass es gesellschaftlich konstruktiver wäre, allen Menschen ein Existenzminimum in Form eines "Grundeinkommens" zu garantieren und damit die Rahmenbedingungen so zu schaffen, dass die Menschen im von ihnen bestimmten Ausmaß erwerbstätig sein können, sich in diversen Organisationen und auch in der Politik engagieren können und Männer und Frauen besser verteilt Arbeiten im Bereich der Kindererziehung, der Pflege, etc. leisten können."

Link zum Interview mit Margit Appel

24 Oktober 2006

Der Philosoph Timothy Speed zum Grundeinkommen



Ein sehr bemerkenswertes Audio-Statement von Timothy Speed zu den grundlegenden Überlegungungen und Auswirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens.

Statement hören Link

"...das grundeinkommen ist ein erfolgsrezept, wenn wir dadurch jedem in der gesellschaft eine würdigung zukommen lassen. dann wird angst abnehmen und kreativität zunehmen... das wesentliche am grundeinkommen können wir nicht über zahlen begreifen, grundeinkommen ist ein grundlegendes neuverstehen von gesellschaft... den menschen als etwas fördernswertes verstehen... ein wandel der von den bürgern selbst getragen wird..."

Bundesrat Merz fürs Grundeinkommen - Ein Scherz?



Unser Kollege von rebell.tv interviewte gestern in Bern Bundesrat Merz, seines Zeichens Finanzminister der Schweiz, zum Grundeinkommen. SUPER! Endlich wird der richtige gefragte...

Nur leider versagen beim fragen dem doch so rebellischen Reporter die Nerven. Er machte - unglaublich - aus dem "Recht auf Einkommen" eine "Recht auf Geldgeben" und liefert dem lieben Bundesrat gleich auch noch eines der langweiligsten Argumente gegen das Grundeinkommen: "Faktisch haben wir das schon, oder?"

Zur Übertragung 1265 rebell.tv


Trotzdem vielen Dank an rebell.tv! Das nächste Mal einfach allen Mut zusammennehmen und fragen: "Herr Bundesrat, was denken Sie zum Vorschlag eines bedingungslosen Grundeinkommens in der Höhe von 2500 Franken. Gibt es da - ganz unter uns gesagt - überhaupt noch ein vernüftiges Argument dagegen?" Und noch eine Frage: "Die Initiative Grundeinkommen aus Basel schlägt die Zusammenfassung aller Produktionssteuern in eine transparent Mehrwertsteuer vor. Schlägt da ihr liberales Herz höher?"

21 Oktober 2006

JOUR FIXE GRUNDEINKOMMEN



Zum ersten JOUR FIXE GRUNDEINKOMMEN kamen über 30 Leute in den SAFE des unternehmen mitte in Basel. Im engagierten und humorvollen Rundgespräch leuchten nochmals wesentliche Momente der intensiven Veranstaltungsreihe auf. Spannende Erfahrungen im Denken und Darstellen der Idee konnten ausgetaucht werden. Zwei Arbeitsgruppen wurden ins Leben gerufen.

"Warum werden manche Menschen richtiggehend aggressiv, wenn man von der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens erzählt?" Das war eine der brissanten Fragestellungen, der gemeinsam nachgegangen wurde. Daraus entstand u.a. der Vorschlag einer Arbeitsgruppe, die sich ein grundsätzliches Grundeinkommen-Argumentarium (FAQ) erarbeiten will. (Kontakt: Domenica Ott - domenicaott@bluewin.ch).

Eine weitere Gruppe will sich um Fragen der Machbarkeit und auch Finanzierung vertieft zusammensetzen: Wie wäre eine Schrittweise Einführung denkbar? Ist Grundeinkomen ein revolutiönärer oder mehr ein evolutionärer Schritt? Wie lässt sich das Rechnen? Welches sind die besten Gegenargumente? (Kontakt: David Wüest-Rudin - wueest-rudin@freesurf.ch)

Wer sich für eine Mitarbeit interessiert, melde sich bei den betreffenden Kontaktpersonen.

Der nächste JOUR FIXE GRUNDEINKOMMEN findet am Mittwoch 29. November um 20.30 im unternehmen mitte statt.


(Photo: Stefan Pangritz)

20 Oktober 2006

Zwei Fernsehbeiträge zum Grundeinkommen im deutschen Fernsehen



Ein kurzer aber im Ansatz recht gut gemachter Fernseh-Beitrag zum Grundeinkommen. Ausgestrahlt am 20.10. in der ARD-Sendung Monitor.

Link zur Sendung im ARD

Nur eine halbe Stunde später trat Prof. Götz Werner in der viel beachteten Talkshow "Berlin-Mitte" im ZDF auf. Er kam kaum zu Wort, was lediglich die Ratlosigkeit und Arroganz der anwesenden Politiker noch deutlicher machte.

Link zur ZDF-Sendung Berlin-Mitte

Die Gäste waren:
Volker Kauder (CDU), Vorsitzender der Unions-Bundestagsfraktion
Peter Struck (SPD), Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
Carola Vollmar, arbeitslose Lageristin
Götz Werner, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von "dm-drogerie markt"
Paul Nolte, Historiker

Moderation: Maybrit Illner
Länge: 45 min

17 Oktober 2006

2000 Franken für alle: Wie würden wir leben?



Bettina Dieterle, Schauspielerin und Regisseurin nimmt die Fragestellung des Grundeinkommens in ihre Kolumne im Baslerstab auf:

Kolumne lesen PDF




Bettina Dieterle sprach u.a. am 5. Oktober auf dem Podium "Grundeinkommen - Kultureinkommen" im unternehmen mitte. (Links von ihr: Stefan Heinrich Ebner, rechts: Georg Darvas)

Leserbrief in der Basler Zeitung

Laut Nachdenken über Grundeinkommen

Daniel Häni in einem kurzen Interview (Mundart) auf DRS1 im Vorfeld der Veranstaltungsreihe "Einkommen schafft Arbeit... Mehrwert durch Grundeinkommen".

Sendung hören

15 Oktober 2006

Interview mit Götz Werner in der Basler Zeitung



10 Tage nach dem begeisternden Auftritt von Götz Werner im "unternehmen mitte" erscheint ein längeres Interview mit dem dm-Chef in der Basler Zeitung.

Erläuternd zum Interview ist zu beachten, dass Götz Werner meist von einem Grundeinkommen in der Höhe von 1500 Euro (2300 Franken) spricht und damit eine Art "Kulturminimum" (ein sinniger Ausdruck von Werner) im Auge hat. Die 800 Euro entsprechen dem heutigen Transferbetrag in der BRD und erfüllen die Kritierien eines menschenwürdigen Existenzminimums kaum - jedenfalls nicht in der Schweiz.

Interview lesen Seite1 PDF

Interview lesen Seite2 PDF

Website von Götz Werner

13 Oktober 2006

Jean Ziegler zum Grundeinkommen



"Zeit ist menschliches Leben"

Auch das mittlerweile 10 Interview in "a tempo" zur Zuknuft der Arbeit ist sehr lesenswert! Diesemal erzählt Jean Ziegler aus seiner engagierten Arbeit als UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Er äussert sich auch zum Grundeinkommen:

a tempo: Eine letzte Frage zum Thema Arbeit: Sehen Sie in unserem europäischen Umfeld, vor dem Hintergrund der charakterisierten großen Linien, irgendeinen Aspekt als besonders wichtig an?

Jean Ziegler: Das Grundeinkommen! In einer Welt, in der die Bedeutung der Erwerbsarbeit immer mehr abnimmt, ist es eine der dringlichsten Ideen überhaupt. Die Arbeitslosigkeit wird steigen und es ist längst nicht mehr sicher, dass jeder immer Arbeit hat. Aber es ist in jedem Fall sicher, dass der Mensch immer essen muss! Das Grundeinkommen verhindert, dass ein Mensch in Existenzangst zurückgeworfen wird und verzweifelt. So gesehen ist ein geregeltes Grundeinkommen auch ein Beitrag zur Verteidigung der Demokratie, des Gesellschaftsvertrags und eigentlich
der Zivilisation insgesamt.

Ganzes Interview lesen

12 Oktober 2006

Jour Fixe - Grundeinkommen



Einladung zum 1. "Jour Fixe - Grundeinkommen".
Rundgespräch mit Informationen, Feedbacks zur Veranstaltungsreihe, Ideen und Vorschläge für weitere Projekte, Fragen und Anregungen zur Initiative Grundeinkommen.

Freitag 20. Oktober um 20.30 im unternehmen mitte


Mit besten Grüssen
Enno Schmidt und Daniel Häni

11 Oktober 2006

Grundeinkommen zum Erntedankfest



"Braucht es in einer dynamischen Fruchtfolge neben Gemüse und Getreide neue Initiativ-felder für unseren Geist? Ich kann die Bundesdirektzahlungen in neuem Licht sehen. Sie sind unser Grundeinkommen und ermöglichen uns Pflanzen und Tiere zu pflegen und Lebensmittel für die Menschen zu kultivieren. Alle möchten die Arbeit sinnvoll, motivierend und begeisternd erleben".

Dies ein paar Worte aus der Einladung an die Initiative Grundeinkommen am Erntedankfest des Schwalbenhofs in Hauptikon (am Albis) die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens vorzustellen. Wir nahmen die Einladung gerne an und konnten somit unser Veranstaltungsreihe (Einkommen schafft Arbeit ...) sehr sinnig und ebenso sinnlich abschliessen!


Das geistreiche Impulsreferat von Enno Schmidt mündete in eine angeregte Diskussion über Mehrwert, Selbstwert und die Idee einer reinen Konsumbesteuerung.



Der Schwalbenhof wird von der Familie Schneiter zusammen mit einem jungen Team biologisch dynamisch bewirtschaftet. Sehr eindrücklich war der anschliessende Rundgang über den Hof, der uns klar machte, dass die Bauern nicht einfach Produkte erzeugen zum Verkauf, sondern jeden Tag neu an einem Gesamtkunstwerk arbeiten, das mit dem Produktepreis niemals umfassend abgegolten werden kann.



Von l.n.r. Alfred und Silvia Schneiter, Enno Schmidt, Daniel Häni und Alma, die sich wunderte, dass dort auch eine Kuh diesen Namen trägt.

10 Oktober 2006

Alle Fragen zum Grundeinkommen

Zum Abschluss der 12-tägigen Veranstaltungsreihe "Einkommen schafft Arbeit ... Mehrwert durch Grundeinkommen" kamen (unerwartet) nochmals über 100 engagierte Menschen ins Kuratorium um möglichst viele Fragestellungen, die durch die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens aufgeworfen werden von verschiendenen Gesichtspunkten zu kneten. Ein Brot wurde da gebacken, das nicht schnell aufgegessen sein wird!

Hier ein paar bildliche Impressionen:





















(Photos: Stefan Pangritz)

09 Oktober 2006

Grundeinkommen denken



Am 5./6. und 7. Oktober fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Einkommen schafft Arbeit ..." jeweils ein nachmittägliches Seminar mit PD Dr. Andreas Brenner statt. Anhand eines Textes von Seneca wurden Aspekte zum Grundeinkommen entwickelt.



Photos: Stefan Pangritz

Geschichten vom Geld



Julia Klein
(links) und Micaela Sauber bezauberten mit ihren ausgewählten Geschichten und Märchen zum Geld das zahlreiche Publikum im Kuratorium. Im anschliessenden Gespräch wurde einerseits deutlich, dass das Märchengold nicht immer nur den Franken und den Euro meint, mit dem der "Gute" belohnt wird, sondern das Gute selbst. Andererseits wurde gerade dadurch deutlich, dass Grundeinkommen jeden Menschen meint, den Guten, den Bösen, den Dicken, den Dünnen, den Reichen und natürlich auch den Armen.





(Bilder: Stefan Pangritz)