03 Juli 2006

Interview im NZZ-Folio

Ein kleines feines Interview zur Initiative Grundeinkommen im NZZ Folio 7/06 Die Monatsbeilage der Neuen Zürcher Zeitung.

Daniel Häni und Enno Schmidt, Sie sind die Gründer der «Initiative Grundeinkommen». Was sind Ihre Forderungen?
Wir stellen keine Forderungen, wir stellen Fragen, zum Beispiel: «Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?»

Ich würde Strassentheater spielen. Wie viel Geld gäbe es denn pro Person?
2500 Franken pro Monat, für jeden, bedingungslos. Grundeinkommen wäre ein Bürgerrecht wie das Stimmrecht.

Wie soll das finanziert werden?
Über die Mehrwertsteuer. Grundeinkommen ist eine Mehrwertvergütung. Anstelle der Leistung würde der Verbrauch besteuert. Das hätte positive Auswirkungen auf die Lohnkosten, an denen sich heute das soziale Netz erhängt. Wir könnten unbezahlbare Arbeiten in grösserem Masse tätigen.

Womit würden Sie die Leute motivieren, wenn nicht mit Geld?
Menschen motivieren sich immer mehr selbst. Eine Arbeit, die man wirklich tun will, ist motivierend. Was nützen Ihnen Leute, die sich am Arbeitsplatz aufhalten, aber innerlich gekündigt haben? Geld wird weiterhin eine Motivation sein, aber das Grundeinkommen beseitigt den Zwang zur Erwerbsarbeit.

Wer macht dann die Drecksarbeiten?
Notwendige Arbeiten, die keiner machen will, sollen besser bezahlt werden.

Was soll aus der Initiative werden?
Grundeinkommen ist ein Kulturfortschritt, der passiert nicht von heute auf morgen. Zunächst kommt der Mensch in eine sinnvolle Persönlichkeitskrise und fragt sich: Wer bin ich? Was kann ich? Wie will ich leben? Für wen will ich arbeiten? Wofür bin ich bereit, Verantwortung zu übernehmen? Wir suchen jetzt Mittel, um versuchshalber 100 Leute für 3 Jahre mit einem Grundeinkommen auszurüsten. Der nächste Schritt ist eine Volksinitiative: «1 Mehrwertsteuerprozent für Kultureinkommen.» Das würde schon für fast 100 000 Menschen reichen.

Was machen Sie beruflich?

Wir sind Unternehmer.

Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?
Das Gleiche, aber besser.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Schaffung eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE)für alle Menschen ist eine längst überfllige Notwendigkeit!
Dazu ist aber ein totales Umdenken in den Köpfen der Menschen erforderlich.

Allein das Abschaffen der Einkommenssteuer und die Einführung einer einzigen Verbrauchersteuer (50%) reichen bei weitem nicht, um diese grandiose Idee zu finanzieren!

Neue revolutionäre Gesetze müssen erlassen werden!

Ein total neues Banking- und Steuersystem muss systematisch und gleichzeitig eingeführt werden!

Dazu müssen die Menschen aber erst einmal begreifen lernen, wie das gegenwärtige parasitische Bankingsystem und die damit verbundenen illegalen Steuererhebungssysteme funktionieren!

Die Menschen müssen erst einmal verstehen lernen, wie eine kleine Gruppe, aus sich selbstauserwählten und selbstdienenden Familiendynastien die wahre Bedeutung und die gerechte Nutzung des Geldes verfälscht und durch ein ungerechtes Erbrecht manipuliert hat und somit die Polarisierung des gesamten Kapitals der Welt zu sich selbst ermöglichte!

Die Menschen müssen erst einmal lernen zu begreifen, wie die heutigen korrupten Regierungen zu erpressbaren Handlangern einer kleinen aber unglaublich mächtigen internationalen Hochfinanzelite geworden sind, deren einzige Beschäftigung die Eintreibung illegaler Zinsen in der Form von illegaklen Steuern und Abgaben ist!

Dieses, für das, durch ein privates Konsortium ausgestelltes Papiergeld eingetriebenen Zinsen und der illegalen Verschuldung ganzer Staaten angehäuftes Kapital in Quintillionenhöhe muss jetzt neu erfasst und den rechtmässigen Eigentümern, nämlich den Völkern der Erde zum Gebrauch und zum Leben in einem organischen Wirtschaftssystem zurückgegeben werden und wieder in den organischen Geldumlauf gesetzt werden!

Radikale neue Gesetze müssen jetzt umgehend erlassen werden und ein radikales Umdenken der Bevölkerung zu einem neuen organischen Geld- und Wirtschaftsystem ist eine erste und unbedingte Voraussetzung!

Der neue Ruft heisst:

Organisismus verses Parasitismus!

Anonym hat gesagt…

Man muss ja nicht gleich alles revolutionieren oder abschaffen, man muss doch lediglich den Weg des Geldkreislaufes umleiten!

D.h. Jedermann nach seinen Fähigkeiten soll weiterhin seine Arbeit oder sein selbstständiges Geschäft machen, niemand hindert ihn daran.
Auch Kredite für Private oder Gesellschaften sollen weiterhin für alle erhältlich sein, da ändert sich doch auch überhaupt nichts!

Die grosse Änderung aber muss in der Regelung des Zinses sein, oder vielmehr die Frage:

Wer darf Zinsen erheben?
Wohin fliessen diese enormen Summen von Geld?

Hier ist doch die einzige Änderung unausweichlich um die Finanzierung eines solchen grandiosen Projektes wie das bedingungslose Grundeinkommen für alle zu ermöglichen!

Hier muss der Hebel angesetzt werden und neue revolutionäre Gesetze erlassen werden!
D.h. Die Ausgabe von Krediten und Erhebung von Zinsen wird einzig und allein der dann vom Staat neu erschaffenen Staatsbank vorbehalten!

Diese, zur Zeit von privaten Bankdynastien zu selbstdienenden Zwecken einkassierten Zinsen in Milliardenhöhe werden verboten!

Alle privaten Geldleiher, sowie Börsenspekulationen und das Anhorten und vererben von grossen Privatvermögen und die Erhebung von Zinsen durch private Institutionen werden verboten!

Die Aufgabe der Gewährung von Krediten wird dann allein der neuen Staatsbank vom Volk übertragen und alle erhobenen Zinsen in Milliardenhöhe werden dann transparent und werden zusammen mit den Beträgen der dann noch einzig erhobenen Steuer, nämlich der Verkaufssteuer zur finanzierung des bedingungslosen Grundeinkommens für alle und den Staatshaushalt verwendet werden müssen!

Das Resultat wird eine "organische" Wirtschaft und ein fliessender Geldumlauf im Dienste aller bringen!

So einfach ist das und alle werden es verstehen!