30 Juni 2007

23 Juni 2007

Hoi Chef


"Wieder ein Chef vor die Nase gesetzt? Eine Horrorvorstellung?"
(Foto: Guadelupe Ruiz)

Aus einem feinsinnigen Artikel von Birgit Schmidt im Magazin:

Eine neue Generation von Chefs ist da. Früher hiess es: "kommandieren, kontrollieren, korrigieren", wie es etwa der Schweizer Bundesrat Blocher immer noch praktiziert*. In zeitgemässen Unternehmen haben sich "die 3K der Führung" längst gewandelt und stehen für: "koordinieren, kommunizieren, kooperieren".

Der Artikel gibt einen guten Einblick in einen neuen Arbeits- und Leistungsbegriff, wie er auch der Idee des Grundeinkommens eigen ist.

Link zum Artikel

*Siehe aktuelle Ausgabe der Weltwoche S.50: "Meine Führungstechnik".

18 Juni 2007

Das neoliberale Grundeinkommen



Thomas Straubhaar, Leiter des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Instituts, begründet seine Neo-Liberale Variante eines Grundeinkommens auf der Titelseite von Finanz und Wirtschaft.

Straubhaar - ein Schweizer übrigens - bezeichnet das Grundeinkommen für Deutschland als "sozialpolitische Revolution". Für die Schweiz allerdings gehe das zu weit, da genüge ihm eine entsprechende "Evolution". Die Risiken eines Grundeinkommens seien abzuwägen gegenüber den Risken des Festhaltens am heutigen System. Das schmeckt nach Sparmassnahme! Lesen sie dazu und weiteren heiklen Stellen den Kommentar von Enno Schmidt.

Artikel als PDF lesen

Kommentar von Enno Schmidt als PDF lesen

09 Juni 2007

Bericht zur Kasseler Tagung

Jens Heisterkamp, Chefredaktor info3, hat einen Bericht zur kürzlichen Tagung in Kassel veröffentlicht.

Link zum Bericht

Ein weiterer ausführlicherer Bericht finden sie unter: Themen der Zeit, von Michael Mentzel

Link zum Blog

06 Juni 2007

157 Antworten



Mit dieser Postkarte haben wir vor gut einem Jahr die "Initiative Grundeinkommen" lanciert. 157 Antworten haben uns bisher erreicht. Sie können und sollen nicht repräsentativ sein, aber oft vielsprechend, wie z.B die Antwort von Kathrin Witschi, die soeben eingetroffen ist.

Ich würde weiter studieren. Wohl auch weiter auf der Post arbeiten nebenher, aber nur noch eine Nachtschicht pro Woche, falls die Leute noch da wären. Ich werde aber eh wegrationalisiert bevor das Grundeinkommen eingeführt wird. Nach dem Studium würde ich im Quartier (Feldbergstr.) einen Mittagstisch für Leute in allen Altern einrichten und internationale Küche anbieten. Ich würde Menschen aus noch mehr verschiedenen Gebieten kennenlernen und sie beim Essen verlinken, hilfreiche Kontakte knüpfen. Und wenn am Abend die Sonne untergeht würde ich wohl Texte schreiben.

Kathrin Witschi (*1983), Studentin/Sortiererin Post, Basel

Antworten lesen

Selber Antworten

05 Juni 2007

Rudolf Steiner und das Grundeinkommen



In unserer monatlichen Rubrik "Grundeinkommen aktuell" in Info3 geht es diesmal um Rudolf Steiner: Was hätte er zum Grundeinkommen gesagt und was hat er gesagt. Viel Vergnügen!

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04 Juni 2007

Sascha Liebermann in St. Gallen

Sascha Liebermann von der Initiative Freitheit statt Vollbeschäftigung hält am 14. Juni an der Universität St. Gallen einen Gastvortrag zum Thema:"Politische Vergemeinschaftung, Autonomie der Bürger und soziale Sicherung"

Link zum Veranstaltungsprogramm

Sascha Liebermann auf grundeinkommen.tv

01 Juni 2007

Grünes "Grundeinkommen light"



Artikel in der Taz:
"In der Grünen-Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt es seit gestern einen "dritten Weg": ein sogenanntes Modulares Grundeinkommen. Der Vorschlag stammt vom Fraktions-Wirtschaftsexperten Gerhard Schick und einer Reihe von Vorsitzenden aus den Landesverbänden."

Link zum Artikel

Ein gut gemeinter aber bitterer Cocktail aus Mindestlohn, Grundsicherung, Hartz IV und bleibendem Sozial-Beamtentum wird da gereicht. Da wäre nicht nur das Grundeinkommen, sondern auch das Wort "dritter Weg" arg unbeholfen missbraucht: von allem ein bisschen, nichts wirklich... Kompliziert mit 100 anderen "grünen" Regeln. Gut gemeint, engagiert und mit viel Phantasie wird da am "grünen" Tisch ein politisches Regelwerk der guten Politik für die armen BürgerInnen gezimmert.

Das bedingunslose Grundeinkommen meint die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen.

Link zum "grünen" Diskussionspapier

28 Mai 2007

Jour Fixe Grundeinkommen



Gespräche, Begegnungen und Fragen zur Intiative Grundeinkommen. Jeden Letzten Mittwoch im Monat um 20.30 im unternehmen mitte.

Die nächsten Daten sind:

(Juli Ferien)
29. August
26. September
31. Oktober
28. November

26 Mai 2007

Götz Werner in ARTE Metropolis



Der 1. Beitrag im Kultursender ARTE zum Grundeinkommen. Ein Interview mit Götz Werner in Berlin von Julia Kaulbars.

Link zur Sendung
(Anzuschauen auf RealPlayer ab Minute 21.30 ca. 6 Minuten)

Link zum Online-Forum

24 Mai 2007

"Druck am Arbeitsplatz wird immer grösser..."

Die WOZ zitiert auf der Titelseite der heutigen Ausgabe Dr. Martin Hafen, Dozent für Prävention und Gesundheit an der Hochschule für Soziale Arbeit in Luzern, aus seinem Interview auf grundeinkommen.tv

Link zum Interview mit Dr. Hafen

Der Artikel befasst sich mit der aktuellen 5. IV-Revison, die am 17. Juni zur Abstimmung kommt.

"Arbeit macht krank. Dass der Druck am Arbeitsplatz immer grösser wird, ist nicht nur ein subjektiver Eindruck vieler Erwerbstätiger. Auch Menschen, die die Arbeitswelt wissenschaftlich erforschen, kommen zum gleichen Schluss. Martin Hafen, Dozent für Prävention und Gesundheit an der Hochschule für Soziale Arbeit in Luzern, erwähnt in einem Interview mit der Initiative Grundeinkommen das grosse Problem: Es gibt während der Arbeit - die einen grossen Teil der Lebenszeit ausmacht - kaum mehr Zeit für informelle Kontakte. Keine Zeit mehr für einen Schwatz mit KollegInnen, richtige Pausen, für Gespräche, die nicht Arbeitsgespräche sind. Das mache krank, sagt Hafen: «Die Leute fallen aus dem Arbeitsprozess raus, weil sie mit dem Druck nicht mehr zurande kommen und keine Dämpfungsmöglichkeiten in Form von informellen sozialen Kontakten mehr haben.» Viele Erwerbstätige landen deshalb früher oder später bei der IV. Das ist traurig und absurd, denn sie könnten durchaus arbeiten - wenn die Arbeitswelt nicht «anti­humanistisch» wäre, wie es Martin Hafen nennt. Jetzt kommt die 5. IV-Revision. Sie hat das erklärte Ziel, die Zahl der Neurenten drastisch zu senken. Wie sollen diese Menschen, die den Druck nicht mehr aushalten, wieder arbeitstüchtig werden? Die IV verspricht ein interessantes Mittel: mehr Druck."

Link zum ganzen Artikel

22 Mai 2007

Initiative Grundeinkommen in Mühlheim (Ruhr)





Daniel Häni und Enno Schmidt waren eingeladen zu einem Vortrag und Workshop zur projekt.tagung von Idem (Identity through Initiative). Über Hundert Jugendliche zwischen etwa 16 und 26 Jahren trafen sich für fünf Tage des Gesprächs und der Weiterbildung.
Viele sind Projektinitiatoren, viele haben Fragen. Viel noch unausgepacktes Selbstverständnis und kritische Offenheit.
Enno Schmidt trug die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens vor, und er und Daniel Häni führten einen dreistündigen Workshop durch. Es gab Gelegenheit, Einwänden, Befürchtungen und Gegenargumenten nachzugehen. Für alle ein Erlebnis. Denn fällt man nicht bei jedem Einwand auf den Rücken, sondern denkt ihn lösungsorientiert nach Vorne, ergibt sich Antwort auf Antwort und schließlich eine Idee wie eine Pflanze, die wächst. Plötzlich schaut sie über die Mauern des eigenen Vorstellens hinaus. Und über diese Mauer hinaus ist man nicht im Nichts, sondern näher bei sich selbst. Man kann eine Idee gegen die Wand fahren oder über die Wand hinauswachsen lassen.

21 Mai 2007

Gehen die Gegenargumente aus? - Grundeinkommen Thema im ZDF nachtstudio



"Einkommen als Menschenrecht - die letzte große Vision?"

Nach Sabine Christiansen, Sandra Maischberger, Maybrit Illner jetzt bei Volker Panzer im ZDF Nachtstudio - 1 Stunde streiten ums Grundeinkommen. Solche Sendungen sind meist wenig informativ, oft manipulativ gestaltet und teils kaum erträglich zum zuschauen, dennoch zeigt sich auch immer etwas vom Stand der Debatte. Diesmal kann man es so zusammenfassen:

Den Grundeinkommens-Gegnern scheinen gute Argumente auszugehen. Hier die drei dafür bezeichnensten:


Wenn Grundeinkommen kommt,
...müsste 1. "eine Mauer um Deutschland gebaut werden".
...würden 2. "viele in die 3. Welt auswandern und sich dort mit 800 Euro 5 Bedienstete leisten können."
Und schliesslich der Vorwurf Grundeinkommen sei "Rattenfängerei"! Als wären die Menschen Ratten...

Die Gäste im nachtstudio vom 20. Mai waren:

Götz Werner, Unternehmer
Hans-Olaf Henkel, Wirtschaftsmanager
Michael Opielka, Professor für Sozialpolitik
Thomas Druyen, Soziologe und Experte für Vermögenskultur


Link zur Sendung im ZDF - als Video

Und Link zu einem Blogbeitrag von Sascha Liebermann

16 Mai 2007

Beginnen wir mit den Kindern ab Jahrgang 2000!



Interview in der Zeitschrift AGORA zur 1. Mai Aktion der Initiative Grundeinkommen im unternehmen mitte, zur Aufgabe der Linken, zur Frage, ob der Staat die richtige Stelle sei zur Organisation des Grundeinkommens, wie sich die Mehrwertsteuer-Reform auf Import und Export auswirken würde und schliesslich zur Frage, wie man mit dieser Reform und dem daraus logisch folgenden Grundeinkommen beginnen könnte.

"Man kann einfach beginnen, wenn man will. Beispielsweise in der aktuellen Debatte um die Finanzierung der Invaliden-Versicherung. Das wäre ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Seit längerem denken wir auch, es wäre sinnvoll, mit den Kindern anzufangen. Da gibt es bereits im Ansatz ein Grundeinkommen mit der Kinderzulage für Erwerbstätige und Landwirte und dem Steuerfreibetrag für Kinder in der Einkommenssteuer. Unser Vorschlag ist, allen Kindern ab Jahrgang 2000 ein mehrwertsteuerfinanziertes Grundeinkommen auszuzahlen. Sagen wir 500.– plus 100.– pro Lebensalter im Monat. Das bräuchte ca. 5–6 Milliarden p.a., also gute 2% Mwst. Die jetzigen Leistungen gingen darin auf. Damit wäre ein Zeichen gesetzt dafür, dass es die Kinder sind, die die Zukunft bedeuten, ein Zeichen für die elterliche Erziehung und Betreuung und nicht zuletzt eine entscheidende Hilfe für die Alleinerziehenden, anstatt sie der Sozialhilfe auszuliefern. Es wäre ein stimmiger Anfang ohne Umsturz, der vermutlich bereits nach wenigen Jahren Erfahrung beschleunigt werden könnte."

Ganzes Interview als PDF lesen/ausdrucken

15 Mai 2007

Online Umfrage zum Grundeinkommen




Der Fragebogen ist schnell ausgefüllt. Die Fragen kann jeder beantworten. Sie sind schlicht in der Differenzierung und können gut ein Meinungsbild abgeben.

Hier geht es zur Online Umfrage

Der Fragebogen steht im Zentrum der Master-Thesis des MBA ISMOS Lehrganges Sozialmanagement der Wirtschaftsuniversität Wien zum Thema „Grundeinkommen und die Frage der sozialen Gerechtigkeit“.

Postkartenaktion



Postkartenbogen als PDF herunterladen

Grundeinkommen statt Armut - Veranstaltung in Bern





"attac bern" und die "kabba" (Komitee der Arbeitslosen, von Arbeitslosigkeit Bedrohten, Betroffenen und Ausgesteuerte) veranstaltet einen Abend mit Prof. Ueli Mäder und Thomas Näf, der ins Thema Grundeinkommen einführen wird.

Freitag 25. Mai, 20.00
Aula der Schule für Gestaltung Bern

Programm als PDF lesen