09 Februar 2010

Grundeinkommen für Opelaner


„Monatelang feilte das Management von General Motors (GM) an dem Sanierungsplan für seine angeschlagene Tochter Opel“ (spiegel online, 9. Feb. 2010).

Nun sollen in Deutschland 3900 Stellen im Rahmen einer Restrukturieung gestrichen werden. Zusätzlich erbittet der angeschlagene Konzern 1.3 Milliarden Staatshilfe.

Wir schlagen vor: Liebe Regierung, investiere in Menschen. Grundeinkommen für Opelaner!

1.3 Milliarden, das sind 18 JAHRE monatlich 1500 Euro Grundeinkommen für 3900 Menschen!

Wer nachrechnen möchte:

1.300.000.000,- durch 3900 Menschen ergibt 333.333,- Euro pro Person.

Teilt man nun diesen Betrag durch 1500,- € ergibt sich die Anzahl der Monate, die man ein Grundeinkommen a 1500,- Euro auszahlen könnte (222).

222 Monate geteilt durch 12 ergibt mehr als 18 Jahre Grundeinkommen a 1500 € für 3900 Menschen.

Kommentare:

jogisoundblogger hat gesagt…

Gut gerechnet!

Spülbert hat gesagt…

Ja das wäre ganz nett für die Opelaner... Allerdings würde ein Großteil der Einkommensbezieher sicherlich noch arbeiten wollen. Und da Geld dann für diejenigen nur noch ein untergeordnete Rolle spielt, würden sie wohl auch zu unverschämt niedrigen Löhnen arbeiten. Damit hätte man dann das Leben vor allem für Ungelernte Arbeitnehmer und KFZ-Fachkräfte im Umland der Opelwerke zur Hölle gemacht. Die können dann harzen gehen. Insbesondere Arbeitnehmer aus ehemaligen Zulieferbetrieben werden darunter.
Grundeinkommen muss her, aber unbedingt für alle sonst funktioniert es nicht.

malibashi hat gesagt…

Solche kurzsichtigen Rechenspiele schaden nur. Es geht nicht bloß um 3900 Jobs, sondern um alles, was daran hängt: Familien, Zuliefer-Industrie, Verkäufer, Gewerbesteuer...

Es geht auch um die Frage: soll und darf eine Firma erhalten werden, deren Produkte augenscheinlich nicht mehr gebraucht werden, die aus eigener unternehmerischer Kraft nicht mehr lebensfähig ist?

Anonym hat gesagt…

Gute Idee. Ich bin fassungslos über die Kurzsichtigkeit der "Denkvorgänge"! Wie kann man nur so viele Gelder versenken in Unternehmen oder Produkte, die extrem an Nachfrage verlieren. Moment - da gibt´s doch auch ein Wort dafür: "Planwirtschaft", oder? Hauptsache wir halten an Arbeitsplätzen fest und am Export der liebsten Kinder Deutschlands, den Autos. (Während aus Hartz-IV-Kindern ja sowieso nix werden kann!) Es ist dumm und unverantwortlich krampfhaft an alten Sicherheiten und bekannten Strategien hängen zu bleiben, während schon so viel schief läuft. Kant würde sich im Grabe umdrehen!!! Maxi aus Leipzig.