04 November 2010

Grundeinkommen - Fragen an Daniel Häni (I)



Noch mal Sonne. Der Herbst vollendet den Sommer mit gütigen Tagen. Da haben wir uns aufgemacht an den Rhein für ein paar Worte, die wir noch nicht wussten.
Wo steht die Grundeinkommensbewegung jetzt? Vielleicht weniger bei den Argumenten, die man schon alle gehört hat, und mehr bei den Menschen. Wie die sie selbst sind mit der Idee des Grundeinkommens. Da hat man noch nicht alles gehört.

Wir starten mit einem ersten Teil, dem zwei weitere folgen werden. Fragen an Daniel Häni (II) + (III)

Enno Schmidt

Kommentare:

Susanne Wiest hat gesagt…

Worte und Bilder wie Goldstaub... Herzlichen Dank!

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank für die gehaltvollen Aussagen. Mir scheint, dass hier ein Mensch spricht, der sich die Freiheit nimmt, wirklich selbst zu denken.
Meine Befürchtung bezüglich Grundeinkommen ist, dass in der Schweiz zu schnell in einer Initiative darüber angestimmt wird und es zu einer Ablehnung kommt. Danach wäre das Thema vielleicht wieder für 10 out. Das würde ich sehr bedauern.

Anonym hat gesagt…

Hallo und guten Tag,

gestern habe ich in der Rundschau den Bericht über die Initiative, resp. Idee von Herrn Häni gehört.
Mich hat es fast vom Hocker gehauen! Es ist eine Schande und ein soziales Desaster!!

Ich bin AHV-Rentner und erhalte eine AHV-Rente von CHF 2108.-- und zwar nach über 40 Jahren
Arbeit und Einzahlung in die AHV. Eine PK habe ich nicht (mehr) und darauf möchte ich nun auch
gar nicht näher eintreten. Zum Glück hat meine jüngere Frau noch eine Arbeitstelle, sonst müsste
ich mich auch beim Sozialamt melden.

Ich frage mich allerdings, ob ich das nich auch tun sollte. Mit Ihrer Idee wollen Sie jedem hergelaufenen
Menschen aus dem Balkan CHF 2500.-- Grundeinkommen in den Allerwertesten stecken, also mehr als die Schweizer
Bevölkerung als AHV-Rente bekommt. Wo bleibt denn da die soziale Gerechtigkeit?

Schon jetzt ist es doch so, dass die Sozialhilfeempfänger (zumindest in Zürich) ein sehr, sehr gutes
Leben haben mit dem was sie bekommen. Gratis-Wohnung, Gratis-Krankenkasse, Gratis-Möbel,
Gratis-Kleidung, Gratis-Tramabo, u.v.a. und das alles steuerfrei. Demgegenüber habe ich als AHV-
Rentner nicht mal eine Ermässigung bei den Verkehrsbetrieben!

Ich lebe in Zürich in einem Quartier, welches zunehmend von Sozialhilfeempfängern aus dem Balkan
bevölkert wird. Das Kopftuch ist hier gängige Bekleidung und Deutsch hört man weder im Tram, Bus
noch auf der Strasse. Sie machen was sie wollen, halten sich nicht an gängige Gepflogenheiten und
Regeln und ihre Kinder machen jeweils am Wochenende gewaltigen 'Rabatz' auf der Partymeile.

Sie haben ihre eigenen Anwälte, Wohnungsvermittler, Ärzte welche sich auch nicht scheuen, einen
Antrag auf IV zu stellen, wenn einer mal Rückenweh hat. In der Migrosfiliale kommt es praktisch jeden
Tag zu Handtaschen-Diebstähle und auch sonst wird geklaut was das Zeug hält.

Ich versichere Ihnen: Sozialhilfe-Empfänger leben hier sehr gut und das Schlimmste daran ist, dass sie
sich mit der Situation arrangieren. Mit anderen Worten, es besteht nicht mehr die geringste Motivation
einer Arbeit nachzugehen. Weshalb denn auch? Sie bekommen doch schon alles GRATIS. Und wenn es
doch nicht ganz reichen sollte für den tiefergelegten BMW, dann geht man halt klauen, verkauft Drogen,
mach ein paar Einbrüche und/oder betätigt sich als Zuhälter im Milieu. Auch bei mir selbst ist ja schon
2 mal Eingebrochen worden.

Soweit zu den Fakten! Wunderbare Schweiz! Auf welchem Planeten lebt eigentlich der Herr Häni?